Seit 1926 wird im Sommer das legendäre Weggiser Rosenfest gefeiert und
eine Rosenkönigin gewählt. Mit Ausnahme der sechs Kriegsjahre
fand das Fest jedes Jahr statt.
Im Jahr 2000 wurde in einer
feierlichen Zeremonie, die von Richard Huber gezüchtete Rose auf den
Namen "Weggis" getauft und der "Weggiser Rosenmarsch" uraufgeführt.
Eine gelungene Komposition von Napoleon Cattaneo und George Cosé.
Als neun junge Weggiser vom Narzissenfest in Montreux nach Hause
zurückkehrten, brachten sie eine Vision mit. Ein solches Volksfest mit
glanzvollen musikalischen Darbietungen, umrahmt von überschwenglicher
Blumenpracht, sollte auch in Weggis möglich werden. Um die Idee zu
verfolgen, besiegelten "am 14. November 1925, bei sorgfältig verhängten
Fenstern, im Dunkel brennender Kerzen und mysteriösem Gehabe, die Neun
im Holländerstübli im Hotel Post um die 3. Morgenstund, nach
zweitägigen, fast ununterbrochenen Beratungen mit feierlichem
Versprechen kameradschaftliche Treue, die unverbrüchliche
Kampfgemeinschaft". Mit viel Humor und geistreichen Aktionen verfolgten
sie ihre Idee beharrlich. Dem Widerstand und dem Spott nahmen sie mit
der Gründung des «Clubs der Harmlosen» den Wind aus den Segeln. Im
Juni 1926 wurden die Anstrengungen belohnt - der erste Rosenball fand
statt und wurde ein voller Erfolg. Die Clubkasse füllte sich und 1931
wagte man sich an die Organisation eines grossen Sommerfestes, eines
Rosenfestes mit Blumencorso. Viele Mitglieder des «Clubs der Harmlosen»
zogen im Laufe der Zeit aus beruflichen Gründen weg. Dies erschwerte
die Organisation der immer beliebteren Rosenfeste stark. Deshalb
entschloss man sich, die Verantwortung nach dem zwölften Fest 1937 in
die Hände des Kurvereins zu legen.